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Kochbuch für den Betrieb

von Dirk Lübeck

Frachtsystem

Folgende Prinzipien gelten:

Startaufstellung und erster Fahrplan

Die Startaufstellung hat das Ziel einen nicht vorhandenen Fahrplantag vor dem ersten Betriebstag zu simulieren. Die für eine Betriebsstelle in der Startaufstellung vorgesehenen Wagen werden mit den ersten Frachtanforderungen versehen. Da vorhandene Wagen und Frachtanforderungen häufig wenig zusammenpassen gilt folgendes:

Zugmannschaft in einer unbesetzten Betriebsstelle

Die Zugmannschaften haben sich strikt an die Anweisungen der Zugleiter und des Buchfahrplans zu halten und nicht eigenmächtig zu handeln. Im Buchfahrplan sollte als Güterzubildungsvorschrift (GZV) vermerkt sein, welche Wagen zu welchem Ziel mitzunehmen sind. An Betriebsstellen mit Zugbildungsaufgaben (rangieren) sollte eine Bahnhofsfahrordnung (BFO) aushängen. Im Zweifelsfall lieber beim Ersteller des Fahrplans Rücksprache halten. Bei Einfahrt in eine unbesetzte Betriebsstelle ist die Ankunft beim Zugleiter per Telefon zu melden und Rangierfreigabe zu fordern, es sei denn, eine Rangierfreigabe ist bereits bei der Abfahrt erteilt worden. Erst danach darf rangiert werden. Nach Beendigung des Rangierens ist die Erlaubnis zur Weiterfahrt beim Zugleiter einzuholen, bzw. falls der Zug endet ist Beendigung des Rangierens zu melden. Die Betriebsstelle hat nach dem Verlassen des Zuges in Grundstellung zu sein. Unter Umständen muss dazu der Zug in das Durchfahrtsgleis rangiert werden, damit der Zug die Betriebsstelle in Grundstellung verlassen kann.

Folgende Regeln gelten bei der Behandlung von Wagen:

Wagenkarten mit neuen Frachtanforderungen zu versehen (umzetteln) ist absolut tabu! Dies ist die Aufgabe des Betreuers dieser Betriebsstelle (typischerweise der Besitzer). Wenn Wagen als Leerwagen abtransportiert werden sollen, müssen sie einen Leerwagenzettel haben. Dies zu entscheiden ist Aufgabe des Betreuers der Betriebsstelle und nicht der Zugmannschaft.